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Wagner's "Die Meistersinger von Nürnberg" at Bayreuther Festspiele
Johannes Martin Kränzle as Sixtus Beckmesser
(c) Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath

Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg, Festspielhaus Bayreuth, 2017
(I: Kosky, D: Jordan):

Frankfurter Rundschau:
Herausragende Eindrücke vermitteln also der Sachs von Michael Volle und der Beckmesser von Johannes Martin Kränzle. Ungeachtet größter darstellerischer Beweglichkeit und heftigen (jüdischen) Gestikulierens singt Kränzle mit lupenreiner Tonsicherheit, ja, -schönheit und bei seinem so ingeniös missratenen Werbelied ist jede Silbe zu verstehen.

Münchner Merkur:
Viel lässt sich mit Hermann Levi assoziieren, gerade weil mit Johannes Martin Kränzle jemand zur Verfügung steht, der in einer eigenen Singdarstellerliga spielt. Man merkt Kränzle an, dass er eigentlich Feinmechanischeres liebt. Doch wie er (auch in bestechender vokaler Nuancierung) zwischen Humorflorett und Slapstick tänzelt, wie bei ihm eine wie absichtslos platzierte Pointe genauso große, genau abgeschmeckte Wirkung entfaltet wie der Brachialmoment, das ist großartig. Umso mehr passt zu ihm ein Kraftpaket wie Michael Volle.

Der Kurier (Österreich):
Johannes Martin Kränzle als Beckmesser ist darstellerisch und sängerisch ein Ereignis.

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Johannes Martin Kränzle liefert als Beckmesser eine schauspielerische Glanzleistung. Er legt so viel Noblesse, gepaart mit Servilität, in seine Gesten wie in seine Stimme: unterwürfig wie ein Zahlkellner und zugleich stilsicher wie ein Operettenbaron.

Klassikinfo:
Die Leistung von Johannes Martin Kränzle, diese Figur zwischen dem noblen Levi und dem übereifrigen Beckmesser changieren zu lassen, ihre Erniedrigung und Hinrichtung zum Opfer so zu gestalten, dass es einerseits weh tut, dem zusehen zu müssen, andererseits bei der Gratwanderung der Komödie nicht abzustürzen, kann deshalb nicht hoch genug eingeschätzt werden. Kränzle singt das mit so vielen Nuancen und spielt es so grandios, dass der Zuschauer der Figur die Sympathie niemals entzieht und mit dem Außenseiter mitfühlt.

Operanews (New York):
Johannes Martin Kränzle showed incredible vocal resources as Sixtus Beckmesser and invested the character with both humanity and humility: his degradation made one heartsick.

Saarbrücker Zeitung:
Johannes Martin Kränzle schafft es mit enorm nuancenreichem Bariton diese Rolle und Partie sehr vielschichtig aufzufächern: von lächerlich bis hin zu tragisch. Grandios.

Rhein Neckar Zeitung:
Sensationell Johannes Martin Kränzle, der diese Figur konsequent zwischen Tragik und Komik hält, der in verschiedenen Rollen gedrängt wird, diese ausfüllt, sich aber nie festlegen wird. Mal jüdelt er ein wenig, dann trumpft er herrisch auf, findet letztlich aber keinen Platz zwischen all den rosigen Nürnbergerinnen und Nürnbergern.

Süddeutsche Zeitung:
Und weil Johannes Martin Kränzle den Beckmesser /Levi so gar nicht effektheischend und auftrumpfend hinstellt, sonder verinnerlicht skizziert, weil dieser Mensch der gängigen Judenhäme nichts entgegenzusetzen weiß, wirkt Koskys Analyse umso ätzender.

Die Zeit:
Bleibt der furchterregend großartige, hüftsteif und wie mit zusammengebissenen Zähnen singende Johannes Martin Kränzle als Beckmesser, der heimliche Held des Abends.

The Guardian:
Johannes Martin Kränzle is almost his authoritative equal as Beckmesser, more than ever the key role in this production, and rendered without vocal or dramatic caricature.

Bonner Generalanzeiger:
Johannes Martin Kränzle gibt und singt den Beckmesser als scharfsinnigen, linkischen Geächteten, der indes das Zeug zum Gewinner hat, wenn Wagner ihn nur ließe.

Klassiker-Welt:
Der famose Johannes Martin Kränzle übernimmt vom Levi den Beckmesser, ein subtiler, feingeistiger, tiefenpsychologisch fesselnder Beckmesser.

Der Tagesspiegel:
Ja, der Komponist war ein Antisemit, wie viele im späten 19. Jahrhundert. Aber er flickte in Beckmesser alles zusammen, was er hasste, „Kritiker, Italiener, Franzosen, Juden“, wie Barrie Kosky sagt. Er nennt den Merker eine Frankenstein-Figur. Johannes Martin Kränzle ist so mutig, seinen Beckmesser/Levi tatsächlich als Ausgeburt sämtlicher Ressentiments seines Schöpfers anzulegen, als Homunculus, der sich erst gegen seine Rolle sträubt, um sich später in das eigene Zerrbild hineinzusteigern und die (von Wagner erst recht verhasste) Assimilation zu überzeichnen. Auch Kränzle gewinnt seiner Stimme einen unerhörten Nuancenreichtum ab. Kränzle/Volle als Beckmesser/Sachs, wie sie im Clinch liegen, einander verachten, verraten, hintergehen und doch nicht voneinander lassen: Am Ende tanzen Opfer und Täter gemeinsam, heillos aneinandergekrallt – ein Inbild dessen, was sich am Holocaust nicht vergangenheitsbewältigen lässt.

Hessische Niedersächsische Allgemeine:
Bravourös auch, wie verzweifelt-ausdrucksstark Johannes Martin Kränzle die Figur Beckmesser/Levi verkörpert.

Kölnische Rundschau:
Johannes Martin Kränzle sang und spielte den Underdog Levi/Beckmesser, der als assimilierter Jude selbst von den eigenen Glaubensgenossen geschmäht wird, mit Witz und Intensität.

Donaukurier:
Sein Gegenspieler Johannes Martin Kränzle als Beckmesser bewältigt die Partie mit müheloser Meisterschaft.

TAZ:
Johannes Martin Kränzle singt und spielt mit bedrückender Dichte und Präsenz einen verzweifelt kämpfenden Mann. Sein „scheiternder“ Gesang ist niemals lächerlich, es führt nur in Situationen melancholischer Resignation. Beckmesser ist Koskys Maßstab der Menschlichkeit.

Südwest Presse:
Johannes Martin Kränzle: ein Beckmesser mit überragender Darstellerkraft.

Stuttgarter Zeitung:
Johannes Martin Kränzle, vor einem Jahr schwer erkrankt, jetzt aber wieder präsent und luzide wie nie, spielt Beckmesser von vorneherein mit inneren Beben als Außenseiter dieser Welt der prinzipiell Rundumzufriedenen und Selbstgerechten. Nie im leben ahnt man, wird der Mann einer der anderen werden. Er bekommt beim Umtrunk keine Kaffeetasse und beim Einzug im dritten Akt keinen Applaus. Der Humanist und Assimilierte, der das Deutsche hier so hochhält wie keiner sonst, verzweifelt und scheitert.

Klassik begeistert:
Grandios und mit viel Spielwitz und Stimmenreichtum agierte auch der Bariton Johannes Martin Kränzle als Stadtschreiber Sixtus Beckmesser.

Die Welt:
Auch an Sachsens Seite ist praktisch nur Wagner- Champions-League besetzt, mit Johannes Martin Kränzle als Beckmesser und Klaus-Florian Vogt als Stolzing.

BR Klassik:
Grandios auch die Leistung von Johannes Martin Kränzle als Beckmesser.

Mainzer Allgemeine Zeitung:
Als Sängerdarsteller wertet Johannes Martin Kränzle den Beckmesser-Levi konzeptkonform zur eher tragischen Figur auf.

Tagesanzeiger (Schweiz):
Eine Charakterstimme hat auch Johannes Martin Kränzle, der den Beckmesser souverän auf dem Grat zwischen Kunst und Karikatur hält. Selten hat man die Ängste und Aggressionen, die Unsicherheiten und fixen Ideen dieses Stadtschreibers so gut verstanden wie hier.

Der neue Merker (1.Kritik):
Ganz großartig schauspielerisch gestaltete Johannes Martin Kränzle die in dieser Inszenierung besonders heikle Partie des Beckmesser. Stimmlich begann er ausdrucksvoll die Koloraturen seines ersten Liedes und versuchte, im dritten Aufzug dem mißverstandenen Preislied einen etwas edlen Charakter zu verleihen.

Der Standard (Österreich):
Levi, der als Sohn eines Rabbiners vom realen Wagner eine Reihe von Demütigungen hinnehmen musste, wird in Bayreuth von der Wagner-Figur bei der Kirchenszene derart drangsaliert, dass sich der folgende Zwang, den Sixtus Beckmesser (vielschichtig und tiefgründig: Johannes Martin Kränzle) zu geben, wie von selbst ergibt.

Der neue Merker (2.Kritik):
Als wichtigster Gegenspieler ist Johannes Martin Kränzle hinreißend und keineswegs unsympatisch, sondern mit wohlwollender Komik gezeichnet.

Neue Musikzeitung:
Ebenbürtig an eigenwilliger Gestaltung der Partie bis hin zum fast unverständlichen Gemurmel bei seinem Preislied ist der Beckmesser von Johannes Martin Kränzle.

Augsburger Allgemeine:
Johannes Martin Kränzle als Beckmesser baut seine Paraderolle mit Schön- und (gebotenen) Zerrklängen weiter individual-charakteristisch aus.

Bayerische Staatszeitung:
Der Humor endet, wenn das Unheil beginnt. Es schwärt in Gestalt des strengen Stadtschreibers Sixtus Beckmesser (großartig: Johannes Martin Kränzle). Aus ihm macht Kosky einen Juden, der zusehends gedemütigt und bedroht wird.

Kölner Stadtanzeiger:
Schlichtweg grandios sind der Sachs von Michael Volle und der Beckmesser von Johannes Martin Kränzle.

Berliner Morgenpost:
Großartig wandlungsfähig der Bariton von Johannes Martin Kränzle als Beckmesser.

Der Freitag:
Im Grunde gelingt nur Johannes Martin Kränzle eine wirklich lebendige Figur entstehen zu lassen, paradoxer Weise nicht zuletzt dadurch, dass er sich als Außenseiter nicht an den permanenten Albernheiten der anderen beteiligen muss.

Operaworld:
Le caractère opposé de Beckmesser, anti-héros de l’histoire, est magistralement porté par Johannes Martin Kränzle qui joue le rôle sans le caricaturer, avec une grande finesse d’expression, avec une justesse telle que l’on en vient à considérer avec une certaine tendresse ce personnage qui manifestement ne parvient pas à se mettre à distance de lui-même et s’enferre de plus en plus dans sa suffisance, ses prétentions et sa mesquinerie. Kränzle ne tombe jamais dans le travers pourtant si tentant d’un Beckmesser outrancier, son intelligence du rôle et du chant sont en tous points remarquable.

Tiroler Tageszeitung (Österreich):
Michael Volles Hans Sachs und Johannes Martin Kränzles Beckmesser liefern sich fantastische vokale und „reale“ Duelle.

Le Monde / Wanderer (France):
Le Beckmesser de Johannes Martin Kränzle est émouvant à plus d’un titre : d’abord, le personnage voulu par Kosky et interprété avec une grande justesse n’est pas le gnome ridicule, ni le vieil amoureux maladroit. Mais Kränzle est aussi émouvant ès qualités : le chanteur sort d’une maladie où il a été sauvé de la mort certaine par son frère, et il rechante : la voix a quelques traces de voilures, mais quelle émotion elle dispense, que de couleurs ombrées, d’un Beckmesser plus désespéré que ridicule, plus tendre que de coutume, un Beckmesser plus victime que l’habituel bête et méchant. Kosky au troisième acte dans sa mise en scène de l’entrée de Beckmesser seul dans le bureau de Sachs ne fait pas accompagner la musique si visuelle de Wagner de la pantomime de dessin animé qu’on voit souvent (voir Herheim à Salzbourg et Paris), mais juste de petits gestes, et quelques fantasmes (voir photo) qui ne font pas rire. Beckmesser fait plus pitié dans ce travail et le personnage acquiert du coup plus de profondeur. Et Kränzle est le juste interprète de ce Beckmesser là, inattendu et moins superficiel que d’habitude.

New York Times:
Johannes Martin Kränzle was a Beckmesser balanced between sensitivity and buffoonery.

Westfalenpost:
Bariton Johannes Martin Kränzle hält dieses Beckmesser-Rollenbild konsequent auch stimmlich durch, was eine großartige Leistung ist.

Sin titulo (Espana):
Johannes Martin Kränzle és un magnífic Beckmesser, molt histriònic i que segurament quan veiem la producció i el mateix deu passar amb Volle, ens quedarem bocabadats. És o sembla una interpretació clàssica.

Ronan Theatre Reviews:
Johannes Martin Kränzle is an exceptional Beckmesser, worried and uncertain as he tries to interrupt Sachs’ great speech to the massed crowds before the song contest, pathetically wanting help with the song he misappropriated.

VAN Klassikmagazin:
Dazu passt anfangs jedoch nur die Zuordnung Levis zu Beckmesser, absolut herausragend gespielt und gesungen von Johannes Martin Kränzle.

Forum Opera (France):
Martin Johannes Kränzle, à qui l’on a fait la tête du véritable Hermann Levi, est un Beckmesser qui multiplie les intonations sarcastiques au premier acte mais que la suite des événements ne rend jamais ridicule, et qui préserve toute son intégrité vocale jusqu’au bout, même lorsqu’il est hué et chassé par les Nurembergeois.

Leipziger Volkszeitung:
…, wie Kränzle in der Karikatur der Schönheit zu ihrem Recht verhilft, wie beide (Volle/ Kränzle) schließlich jede Silbe liebevoll bis in die letzte Reihe des Festspielhauses tragen, das nährt auch nach über sechs Stunden noch den Wunsch, sie mögen niemals aufhören.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung:
Das verdreht-verzappelte Ohnmachtstänzchen, das der Darsteller dieser lädierten Figur, der großartige, in der neuen Musik bestens erfahrene Sänger Johannes Martin Kränzle, vorführte. Kränzle singt und spielt eindrücklich.

Humanistischer Pressedienst (hpd):
Johannes Martin Kränzle als Beckmesser aber steckt sie zuletzt alle in die Tasche. Die altmodisch dahertönenden Koloraturen des besserwisserischen Stadtschreibers Sixtus sind technisch eine Herausforderung voller tückischer Stolpersteine, auf denen Kränzles Stimme sich wie auf Schienen legt. Was die Sänger durchweg alle beherrschen, ist die Kunst, gelegentlich in interpretierender Weise mit dem Notentext umzugehen. Einzelne Phrasen oder Wörter werden geraunt, geknurrt oder mit verstellter Stimme als Zitate anderer Figuren artikuliert. Das lässt die Charaktere echt werden – Wagner gewinnt dazu.

Bachtrack:
Johannes Martin Kränzle was superb, sympathetic Beckmesser.

Nordbayerischer Kurier:
Was die Besetzung betrifft, ist diese Produktion ohnehin beinahe über jeden Zweifel erhaben... Das gilt in exakt gleichem Maß auch für Johannes Martin Kränzle als Beckmesser, es ist eine Freude, den beiden zuzusehen, wie sich mit Haut und Haar in die Rollen werfen und so gekonnt an die Grenzen gehen, dass ihnen nicht anzumerken ist, wieviel Spielraum noch bliebe.

Giornale della Musica (Italia):
Grande anche Johannes Martin Kränzle, un formidabile Beckmesser, il cui talento comico non toglie profondità ma piuttosto esalta la tragicità del personaggio.

Berliner Zeitung:
Volle als Sachs und Kränzle als Beckmesser dürften in der vokalen Charakterisierung ihrer Partien, in der souveränen Bewältigung der langen Strecken und schließlich in der Vitalität ihres gegenseitigen Hickhacks nicht zu überbieten sein.

El cornista errant (Espana):
No menys admirable és el Beckmesser de Kränzle, criatura més exasperada que ridícula, que passa de la reticència inicial a participar en el joc a revelar, defugint la caricatura, tot el desconcert de qui no entén per què és rebutjat pel seu entorn.

OMM:
Johannes Martin Kränzle ist ein immer wohlklingender, sehr genau nuancierender Beckmesser Kultura: Der singuläre Superstar der Aufführung: Johannes Martin Kränzle!

ABC Cultura (Espana):
La capacidad actoral de Johannes Martin Kränzle ante Beckmesser es muy destacada, pero también su dúctil presencia vocal

Neue Zürcher Zeitung:
...und hätte Kosky mit Michael Volle als Sachs und Johannes Martin Kränzle als Beckmesser nicht zwei so überragende Sänger-Schauspieler auf der Bühne...

Kultura:
Der singuläre Superstar der Aufführung: Johannes Martin Kränzle!

Bilanz:
Johannes Martin Kränzle als Beckmesser ist darstellerisch und sängerisch ein Ereignis

Formalhault (France):
Mais on se souviendra longtemps du Beckmesser vécu par Johannes Martin Kränzle - artiste allemand qui interprétait Wozzeck à l'opéra Bastille, cette saison - sous les traits barbus d’Hermann Levi. La démarche esthétique, les variations fines et expressives qui traduisent l’ambiguïté et l’insaisissable du personnage, le timbre qui révèle une texture doucereuse, il est incarnation totale du marqueur si détesté par Richard Wagner.

Wiener Zeitung:
Schlichtweg grandios sind der Sachs von Michael Volle und Johannes Martin Kränzles Beckmesser.

Resmusica (France):
Autres grand triomphateur de la production, le Beckmesser brossé avec beaucoup de finesse par un bouleversant Johannes Martin Kränzle

The Telegraph (London):
…,but Johannes Martin Kränzle makes a heartrending Beckmesser

Anaclase (France):
Johannes Martin Kränzle incarne un émouvant Beckmesser-Levi.

Avvenire (Italia):
Il Beckmesser di Johannes Martin Kränzle stupisce per i suoi tratti drammatici che ben si legano alla visione del regista.

Die Tagespost:
Allen voran Johannes Martin Kränzle als Beckmesser, der zwischen komödiantischer Übertreibung und tiefster Erniedrigung stets szenisch wie stimmlich glaubwürdig bleibt und ein zutiefst bewegendes Menschenporträt gestaltet.

WagnerOperas (New York):
Johannes Martin Kränzle as Sixtus Beckmesser offered some of the strongest singing of the evening.

Der Opernfreund:
Überwältigend auch der Beckmesser des Johannes Martin Kränzle. Kränzle singt nicht „nur“, sondern spielt diesen gebrochenen, jüdischen und zum Juden gemachten Mann mit schier beängstigender Energie und Gebrochenheit heraus. Grotesk, aber realistisch, sein improvisatorisches Gemurmel, mit dem er sich über eine völlig vergessene Passage aus dem kaputten Preislied hinweg hilft. Sardonisch seine Gehässigkeit, mit der er als Merker den Konkurrenten fertigmacht – und herzbewegend, wie der arme Verrückte (kein Wunder: nach dem verstörenden Terrorakt, den man im 19. Jahrhundert vielleicht noch witzig fand) in der Schusterstube aus sich herausgeht.

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