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Johannes Martin Kränzle as Siskov, with Vincent Wolfsteiner as Filko
Janacek : From a house of death, Oper Frankfurt
Photo © Barbara Aumüller

Janacek: Aus einem Totenhaus, Oper Frankfurt 2018 (I: Hermann, D: Ceccherini)

Neue Musik Zeitung:
Sie alle überragte Johannes Martin Kränzle als Šiškov: er führte vor, was Janáček tief anrührend an menschlichem Elend gestaltet, ja zu einem Mahnmal geformt hat: in jeder Kreatur ein Funke…

Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Einige Partien im Schmerzenskollektiv müssen explizit hervorgehoben werden, allen voran Johannes Martin Kränzle mit Schischkows langem Leidensmonolog, baritonal wie gestisch unerhört präsent, zugleich kontrolliert sich entäußernd – eine musikdarstellerische tour de force.

Frankfurter Neue Presse:
Johannes Martin Kränzle vollbringt als Schischkow in der Janácek-Inszenierung eine Glanzleistung – sängerisch wie darstellerisch. Goriantschikoffs Bühnenpräsenz und Glaubwürdigkeit wird noch übertroffen von Johannes Martin Kränzle, der als Schischkow in der erschütternden Episode um seine Frau Akulka, die er in ungerechter Eifersucht tötete, Unglaubliches leistet. Diese Nebenepisode alleine würde schon einen Besuch der Oper rechtfertigen. Kränzle stellt die brutale und leichtfertige Grobheit, aber auch die tiefe Traurigkeit seiner Figur dar und zitiert währenddessen in jeweils eigener Charakteristik andere Personen seiner furchtbaren Vorgeschichte. Kränzles Gestaltungskunst lässt in der Imagination des Publikums tatsächlich jene arme Akulka ganz plastisch in Erscheinung treten. Ein ungeheuer rührender Moment.

BR (Bayerischer Rundfunk):
Eine grandiose Inszenierung, die vom Engagement solcher Ausnahme-Sänger wie Johannes Martin Kränzle lebt, einem eminent spielfreudigen Bariton, der hier Siskov verkörpert, einen Mann, der aus Eifersucht zum Mörder wird.

Frankfurter Rundschau:
Schischkows Erzählung im dritten Akt ist die umfangreichste und ausgespannteste – auch im immens monologischen Format ein Zentrum des Stückes. Hier war nun der Bariton Johannes Martin Kränzle schon durch seinen hellgrauen Straßenanzug gleichsam herausgehoben aus der blau-tristen Gemeinschaft, als handle es sich um eine private Beichte, und, ungeachtet hingebungsvollen, selbstvergessenen Umgangs mit Bühnenrealität und Requisiten, transzendierte seine Vokalstrecke dennoch zu einem Fokus, der alles andere für Augenblicke vergessen ließ – wobei vokale Intensitätsgrade und die Wandlungsfähigkeit bei der farbigen Vergegenwärtigung mehrerer Personen mehr waren als Merkmale ausgereifter Virtuosität: Visionäre Momente der Entrückung.

Frankfurter Neue Presse:
Goriantschikoffs Bühnenpräsenz und Glaubwürdigkeit wird noch übertroffen von Johannes Martin Kränzle, der als Schischkow in der erschütternden Episode um seine Frau Akulka, die er in ungerechter Eifersucht tötete, Unglaubliches leistet. Diese Nebenepisode alleine würde schon einen Besuch der Oper rechtfertigen. Kränzle stellt die brutale und leichtfertige Grobheit, aber auch die tiefe Traurigkeit seiner Figur dar und zitiert währenddessen in jeweils eigener Charakteristik andere Personen seiner furchtbaren Vorgeschichte. Kränzles Gestaltungskunst lässt in der Imagination des Publikums tatsächlich jene arme Akulka ganz plastisch in Erscheinung treten. Ein ungeheuer rührender Moment.

Rhein Neckar Zeitung Heidelberg:
Dass aus dem sterbenden Konkurrenten des Gefangenen Siskov der sadistische Lagerarzt gemacht wird, der seinen Mitgefangenen auch in der Haft immer weiter quälen wird, ist ein wenig küchenpsychologisch gedacht, funktioniert aber vor allem wegen der phänomenalen Darstellung von Johannes Martin Kränzle. Als Siskov gestaltet er sängerisch die lange Erzählung überaus plastisch, schlüpft virtuos in die Rollen der ganzen Familie seiner ermordeten Geliebten und dieser selbst und macht dadurch den dialogisch gearbeiteten Monolog erst verständlich. Dabei spielt er den gequälten Mörder derart eindringlich, dass wir sofort auf verminderte Schuldfähigkeit oder gleich nicht schuldig plädieren wollen.

Deutschlandfunk:
Einzelne Gefangene berichten solistisch von ihren Verbrechen, Schicksalen und Traumata – und besonders Johannes Martin Kränzle als Šiškov oder Karen Vuong in der Hosenrolle des Aljeja leisten stimmlich und darstellerisch schlicht Fantastisches .

Mainzer Allgemeine Zeitung:
Ganz besonders feiert das Premierenpublikum den Bariton Johannes Martin Kränzle. Seine Gestaltung der Partie des Siskov ist ein Höhepunkt dieser Produktion, die Kraft und Aktualität der Gattung Oper eindrucksvoll bestätigt.

Boscaiolo:
In einem Marathon-Solo, das fast den gesamten dritten Akt umfasst, brillierte Johannes Martin Kränzle mit einem extrem wandelbaren Bariton. Sein sängerischer Alptraum endet in der Erkenntnis, dass sein Gegenspieler unter den Häftlingen weilt. Seine Schreie „Hundesohn, Hundesohn!“ enden im Nichts.

Offenbach Post:
Ein Dirigent, der die Lebensbeichten der Mörder dramatisch auf den Punkt bringt – mit einem Martin Kränzle, dessen Wahnsinn bestürzend echt scheint.

Giessener Allgemeine Zeitung:
Im Ensemble mausert sich Johannes Martin Kränzle als tragischer Šiškov zur Stimme des Abends. Dem Bariton sind die Bravorufe des Publikums am Premierenostersonntag sicher.

Bild:
Einen gradiosen Auftritt legt Joahnnes Martin Kränzle hin als Mörder, der seine Frau aus Liebe tötet.

SWR (Südwestfunk):
In den Monologen zentriert sich die Handlung für Augenblicke auf einen, zum Beispiel auf den charakterstarken Tenor des Vincent Wolfsteiner, als Luka oder den überragenden Bariton Johannes Martin Kränzle als Siskov.

Kulturfreak:
Den Höhepunkt setzt Bariton Johannes Martin Kränzle als Šiškov mit seiner unter die Haut gehenden Erzählung über den Mord an seiner Frau im dritten Akt.

Der Opernfreund:
Der dritte Teil ist ganz auf Johannes Martin Kränzle als „Siskov“ zugeschnitten. Auch er schildert, dabei zunehmend irrer werdend und sich in eine regelrechte Raserei hineinsteigernd, ein Gewaltverbrechen, den Eifersuchtsmord an seiner Ehefrau. In seiner langen Erzählung nimmt er mit unterschiedlicher Stimmfärbung verschiedene Rollen ein und nutzt die dankbare Vorlage weidlich zur Profilierung als gar nicht so heimlicher Hauptdarsteller.

Stuttgarter Zeitung:
Dass bei Hermann außerdem die Figur des Filka zum brutalen Arzt mutiert, setzt dem Profil und der glaubwürdigkeit seines Gegenspielers Siskov heftig zu. Das hätte zu einer logischen Schieflage führen können- wäre da nicht der wundervolle Johannes Martin Kränzle, der Siskovs tragende Partie singend und spielend ins Recht setzt.

Badische Neueste Nachrichten:
In Luka erkennt am Ende auch Schischkow, der in der von Johannes Martin Kränzle meisterhaft gestalteten Erzählung die Ermordung seiner Frau schildert.

Feuilleton Frankfurt:
Und dann kommt Siskov, der 25 Minuten lang seine Geschichte enthüllt. Ein Höhepunkt der Oper. Schon in seiner Kleidung unterscheidet sich dieser Strafgefangene von den andern. Wie ein Herr tritt er auf. Martin Johannes Kränzle, das langjährige Ensemblemitglied, ist nach zwei Jahren wieder bei einer Opernproduktion in Frankfurt dabei. Seine außergewöhnliche Baritonstimme hat er in den Monaten seiner schweren Krankheit wie durch ein Wunder nicht verloren. Sie ist meines Erachtens noch prägnanter geworden. Lang, stockend, bewegt erzählt Šiškov über seine Frau Akulka, die er sehr liebte. Einst war sie die Geliebte von Filka Morozov (Luka Kuzmic), den sie als verheiratete Frau immer noch liebte, daraufhin ermordete Siskov sie. Er hält die Tat für notwendig, verachtet sich jedoch dafür. Die beiden einstigen Rivalen, Siskov und Filka Morozov, treffen im Straflager aufeinander und erkennen sich. Auch die Darstellung von Johannes Martin Kränzle ist wieder umwerfend. Er wurde stürmisch gefeiert.

Leidmotif (Belgie):
Sjisjkov houdt zijn biecht over zijn mislukt huwelijk met Akulka te midden van een landschap van opééngetaste tafels en stoelen. De grandioze Johannes Martin Kränzle gaat heel diep in de schuldige razernij over de moord op zijn vrouw. Hij maakt er het onmiskenbare hoogtepunt van de avond van.

Resmusica (France):
La mise en scène ne passionne cependant pas autant que la distribution portée par le forçat Šiškov de Johannes Martin Kränzle, et surtout la fosse soutenue par la direction extrêmement moderne de Tito Ceccherini. … et surtout de laisser une place prépondérante au Šiškov outrageusement visible de Johannes Martin Kränzle, en l’attachant face à nous pendant toute sa scène. Sans doute celui-ci est-il encore plus impressionnant que Peter Mattei récemment dans la reprise parisienne de la mise en scène de Patrice Chéreau.

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